Spanien Herbst 2023

 

Das erste Halbjahr 2023 war stressig gewesen. zunächst gab es mehrere Krankheiten und dann lagen diverse Renovierungen im Haus an, sodass an Uraub nicht zu denken war. Am Ende des Sommer beschossen wir aber, im Herbst nach Spanien zu fahren, zumal wir für Oktober einen Platz auf dem CP in Torre la Sal reserviert hatten.

Frei. 20.10.    Eigentlich wollten wir tags zuvor starten, wir hatten den Bus startklar gemacht, waren dann doch zu müde. so  stellte ich den Wecker auf 5:30 Uhr, wir frühstückten nur kurz und bereits kurz nach 7 Uhr waren wir trotz regem Berufsverkehrs am Bus, luden die Sachen ein und bereits um 8:30 Uhr war ich nach Tanken  (178ct/l) vor der Haustür und konnte die Fahrräder aufladen. Wenig später rollten wir auf der A1 Richtung Ruhrgebiet. Es begann zu regnen. Mit kurzer Pause waren wir gegen Mittag in Luxemburg, hier wurde wieder vollgetankt (168ct/l) und bald waren wir in Frankreich.  der Regen hatte aufgehört. Auf einer größeren Raststätte übernahm  Lory zum 1. Mal das Steuer.  Nach anfänglichen Schwierigkeiten kam sie gut zurecht und  gewann sogar Spaß am Tempomat. Da Bellerieve sur Allier zu weit entfernt war, hatte ich einen Stellplatz in der Nähe ausgesucht, wir verließen die AB und erreichten um 20:30 Uhr nach einigen Irrwegen, den SP in Langres. Wir waren zu müde zum Fernsehen, machten die Schotten dicht und krochen in die Koje.  die 1. Strecke war geschafft              (47°51’17.1″N 5°20’06.4″E

Sa. 21.10.    Wir hatten gut geschlafen,frühstückten in Ruhe und um 10 Uhr waren wir wieder auf der Straße. Wir hatten, wie ich im Vorjahr, die Rhone Autobahn gewählt, wechselten uns ab und kamen gut voran. Als ich die Rhone überquerte, bemerkte ich voller Schrecken die blinkende Kraftstoffanzeige und wußte nicht, wie lange die schon blinkte. Wir fuhren durch Dorf um Dorf, ohne dass eine Tankstelle auftauchte. ISo langsam bekam ichPanik.  Endlich, in Pont St. Esprit fanden wir einen Carrefour  Express Supermarkt mit angeschlossener Tankstelle. Meine Anspannung löste sich. Wenig später rollten wir auf den SP neben einem Weingut in Chusclan. Der kostenfreie SP war ziemlich voll, am Rande jedoch gab es für uns  noch einen Platz. Wir fuhren die Antenne aus und genossen denNachmittag in der Sonne    (44°08’44.1″N 4°40’38.0″E)

So. 22.10.   Wir übernachteten in diesem Jahr nur auf Stellplätzen, somit waren wir jedes Mal wieder früh unterwegs . Gegen Mittag überquerten wir die Pyrenäen und waren bald in Figueres bei Carrefour zum Tanken. Es gab Probleme, da meine Bankkarte nicht akzeptiert wurde. Wieder und wieder versuchten wir den Vorgang. Schließlich wechselten wir die Karte und  konnten tanken. Auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz erinnerte ich mich, dass wir vor Jahren in San Feliu de Guixolsübernachtet hatten,also gab ich diese Adresse in mein Navi ein. Es zeigte sich aber, dass es diese Adresse nicht mehr gab. aus der App  ‚park4night‘ fand ich eine andere und auf der Fahrt dahin sah ich auf einem Parkplatz einige Womos, zu denen wir uns stellten. Die Sonne schien, wir waren in Spanien.          ( 41°48’50″N, 3°03’41″E)

Der Abend begann mit einem Schrecken.  Mir war vor der Reise meine Tasche gestohlen worden, somit hatten wir nur einen den Reserve Busschlüssel. Ich machte nun den Fehler und ließ den Schlüssel beim Ausladen der Stühle in der Busgarage liegen    , Lory schloss diese ab und der Schlüssel war ‚futsch‘.  Was tun? Ich hatte danach eine schlaflose Nacht und Lory am Morgen eine Idee. Wir bauten mein Bett ab und gelangten so in die Garage. Wir fanden den Schlüssel und konnten weiter fahren.                                         

So. 22.10.   Der Schrecken war vorbei, wir näherten uns unserem Zielort. Bald tauchten die bekannten Silhouetten des CP s Bravo Playa in Torre la Sal auf. Die Anmeldung war rasch erledigt, wir bezogen den Platz 622 und richteten uns ein.     (40°07’42″N,00°09’34″E)

Mo. 23.10.   Die ersten Aktionen waren Verlegen der großen Plane und Einkauf in den Supermärkten. Das Verlegen war schwierig, da der Bus auf dem Platz stand, auf dem die Plane ausgebreitet werden sollte. Also musste der Bus mehrfach bewegt werden, bis die Plane auf dem gesamten Platz ausgebreitet war. Dann wurden ringsherum die Nägel eingeschlagen und schon sah alles ordentlich aus. Die Sonne knallte vom Himmel, wir genossen Spanien. Den Einkauf verschoben wir auf den folgenden Tag.

Mo. 23.10.   Die Belastungen der letzten Tage führten dazu, dass die Achillessehne des linken Beines arg schmerzte.  Wir fuhren daher in die Apotheke in Oropesa und besorgten Schmerzgel.

Mi.01.11. Ich wollte unbedingt Padel spielen und stellte mich mit Lory, Britta und Detlef auf den Platz. Das war ein Fehler, denn ich stolperte, stürzte und verletzte mich heftig.  Jetzt hatte ich richtige Schmerzen und konnte mich kaum bewegen.  Meine Nase sah aus wie nach einer Schlägerei, war aber gottseidank war nicht gebrochen. Britta versorgte mich mit Pillen und Salbe.

Do. 02.11.   Die Nacht war ein Horror gewesen. Jede Bewegung im Liegen verursachte einen Atemstillstand. Ich musste mich aufrichten, um atmen zu können. Jetzt fühlte ich, wie es ist, wenn man erstickt. Am Morgen war ich gerädert.

So. 05.11.   Die nächsten Tage vergingen, indem ich meine Wunden pflegte. An jedem Abend machte ich mir Sorgen, ob ich einigermaßen schlafen konnte. Meistens konnte ich es nicht Die Schürfwunden verheilten gut. Neidvoll musste ich sehen, dass Lory Padel und Tennis spielen konnte, ich begann, Spaziergänge am Strand zu machen. Der November ging langsam dahin. Die  Tage waren besetzt mit Einkaufen und den Routinearbeiten im Bus. An einem Tag fuhren Detlef und ich nach Torreblanca und holten für lory und mich die spanische Gesundheitskarte ab.Diese berechtigt in allen Gesundheitszentren kostenlose Behandlung.Bei der Fahrt konnte ich meine spanische Gasflasche tauschen, bekam jedoch nur eine halb volle, dafür kostenlos.

Do. 09.11.   Heute war Markt in Benicassim, den wir besuchen wollten, verbunden mit einem gemeinsamen Essen beim Italiener, der von Oropesa umgezogen war. Am Morgen, vor der Abfahrt, kam die Schreckensnachricht, die Wilhelmshavener hatten Corona, schade, so fuhren Lory und ich mit dem Fahrrad und Doris und Detlef mit dem Auto zum Markt. Mit dem Essen  wurde es auch nichts, denn der Italiener hatte geschlossen, ebenso  der Pizzaladen am Strand. So fuhren wir hungrig zurück und kochten  im Bus. Im gegenüberliegenden  Teil des Campingplatze s häuften sich  die Corona fälle, bei uns blieb es erstaunlicherweise ruhig. Das Wetter war stabil sonnig, so was hatten wir noch nie hier erlebt.

Lory und ich gingen an einem der Tage zur Reception und reservierten unseren Platz 622 für das nächste Jahr, diesmal ohne Ende.

Mi. 15.11.   Heute wollte ich endlich das machen. das ich schon lange vorhatte, jedoch immer verschoben hatte, ich wollte unseren Platz für die Homepage mit der Drohne filmen.  Alles war zunächst ungewohnt, nach einem kurzem Testlauf konnte ich den Platz und eine Übersicht bis hin zum Meer filmen. 

Mo. 20.11.   beim morgentlichen Einnehmen der Tabletten, stellte ich voller Schrecken fest, dass mir die Diabetes Tabletten ausgingen. Ich hatte vergessen, dass ich 2 pro Tag einnehme und daher zu wenig mitgenommen hatte. Was tun? Ich beauftragte per Whatsapp unseren Obermieter Simon. mir mehrere Packungen per Express zuzusenden. Als die ganze Aktion durchgeführt war, war ich um 60 € ärmer, dafür sollten sie morgen hier sein, waren sie aber nicht, sondern 4 Tage später, diese Post!!  

Die. 21 . 11.   An diesem Tag der Woche war in Torre Blanca, 12 km entfernt, Markt und das Highlight war eine Hähnchenbraterei, die wir unbedingt besuchen wollten. Gegen 11 Uhr stiegen wir auf die Räder. Starker Wind blies uns entgegen. Die ersten Kilometer führte uns Lorys Fahrrad App auf holprigen Sandwegen nach Norden. Das ging in den Rücken, ich hatte  bald genug, wir bogen nach Westen ab und erreichten auf Landstraßen müde kurz nach 12 Uhr den Markt. Die Hähnchen waren rasch gekauft, dazu etwas Obst und Gemüse und dann ging es auch schon wieder zurück, diesmal mit Rückenwind wesentlich angenehmer. Da wir trotzdem ordentlich in die Pedale traten waren wir durchgeschwitzt, als wir unseren Bus erreichten. Lory ’schmiss‘ sofort den Backofen an und bald verspeisten wir die Hähnchen, köstlich, die Fahrt hatte sich gelohnt, trotz der Anstrengungen.

Mo. 27.11.   Meine Schmerzen wurden weniger, sodass ich mittags meine Padel Sachen packte und Lory auf dem Platz ablöste. Vorsichig schlug ich die ersten Bälle und freute mich über jeden gelungenen Schlag. Nach einer Stunde , mit Unterbrechung, hatte ich genug, ich merkte meine fehlende Kondition. Das wollte ich bald wiederholen.

Mi. 29.11.   Wir begannen mit den Vorbereitungen der Abreise. Ich begann die Nägel, mit der die Abdeckplane befestigt war, heraus zu ziehen. Bei den ersten war das sehr mühselig, bis ich einen Dreh mit der Gripzange fand. Danach war alles einfach. Bald war die Plane frei, wir fuhren zu den Wilhelmshavenern zum Tee trinken. Dazu gab es dann leckeren Kuchen.

Do. 30.11.   Einpacken. Ich hatte schlecht geschlafen, immer wieder überlegte ich, wie ich den Bus bewegen wollte, um die Plane frei zu bekommen, und dann ging alles ganz einfach. Nach dem Frühstück wurde die Hälfte der Plane an den Bus gelegt und der Bus in den freien Bereich gefahren. Danach konnten wir die Plane auf der freien Parzelle gegenüber bequem zusammenlegen und danach im Bus verstauen. Lory fuhr dann allein nach Oropesa zum Markt, um die letzten Sachen einzukaufen. Wir waren startbereit.

Frei. 1.12.   Um 7 Uhr  wurde gefrühstückt, dann V/E gemacht. Im letzten Augenblick bekamen wir einen Tipp für einen schönen CP nahe der französischen Grenze, den ich in mein Navi eingab. Dann ging’s los. An der N340 wurde getankt (162 ct/l) und in Torre Blanca wurden Apfelsinen gekauft. Lory übernahm das Steuer. Es war trocken und daher angenehm zu reisen. In der Nähe von Figueres bogen wir von der AP7 ab und erreichten den CP ‚Albera‚ in  Capmany  in den Pyrenäen. 

      Es war regnerisch, kalt und alle Elektrosäulen belegt. In einer zweiten Reihe des Platzes fanden wir einen freien Anschluss, installierten uns, fanden sofort einen Satelliten und stellten  unsere Heizung an. Der erste Abschnitt unserer Rückfahrt war geschafft. 

Sa. 2.12.   Wir hatten eine angenehme Nacht verbracht. Am Morgen schien die Sonne, jetzt verstanden wir, warum man uns den Platz empfohlen hatte Die Gegend war wunderschön, der Platz und die rudimentären Sanitäreinrichtungen allerdings mit 20 € viel zu teuer.  Ich machte mit der Drohne Aufnahmen der Anlage. Gegen 10:30 Uhr brachen wir auf in Richtung Frankreich. Nach kurzer Fahrt erreichten wir La Jonquera und stöberten zum ersten Mal im Shoppingcenter, obwohl wir sehr häufig daran vorbeigefahren waren. Nach Tanken( 160 ct/l)und kleinem Einkauf waren wir schnell auf der AB Richtung Perpignan. Gegen 16 Uhr erreichten wir unseren wie auf der Hinfahrt inChusclan nahe Orange.     (42°22’22.3″N 2°54’46.2″E). , die Pfützen auf dem Platz waren Gefroren. Wir stellten die Heizung an und ließen sie auch an über Nacht.

So. 3.12.   Am Morgen empfing uns Sonne und es war trocken. Obwohl Sonntag war, fuhren wir zu Carrefour in Pont St, Esprit, um zu tanken (168 ct /l) Erstaunlicherweise war auch der Supermarkt geöffnet. Danach ging es über die Rhone und dann an Lyon vorbei nach Norden. Gegen 17 Uhr erreichten wir, heute war Lory gefahren, Langres und diesmal den offiziellen Stellplatz der Stadt. 

(47°51’17.2″N 5°20’06.2″E)

Mo. 4.12.   Als wir am Morgen aus dem Fenster blickten, war rundherum alles weiß, Schnee, das konnte ja heiter werden. Nun denn, wir mussten tanken, also bewegten wir uns vorsichtig von dem kostenlosen SP, denn die Schranke war und blieb offen und quälten uns langsam über die engen Straßen des Ortes. Am Ortsausgang, hinter einer Kehre rutschte unser Womo und ich bekam einen großen Schreck, denn bis Trier, unserem nächsten Ziel, war es noch weit. Wir konnten hier günstig tanken (168ct/l)und kamen trotz Schneeregens auf der AB gut in Richtung Luxemburg voran. Vor Luxemburg dann Stau, Eis auf der Straße. Einige Male drehten die Vorderräder beim Anfahren durch. Die Anfahrt zur Tankstelle in Wasserbillig jedoch wiederum war trocken und damit  problemlos und nach Tanken   (155ct/l) konnten wir auch sicher die Steilstrecke hinunter zum SP in Trier fahren. Es regnete weiterhin, als ich die Elektroleitung verlegte. Wir waren wieder im Lande.  (49°44’25″N,06°37’28″E)

Die. 5.12.   Ich hatte für die Heimfahrt die Strecke über Mayen gewählt, da diese nicht an Bitburg vorbei durchs Gebirge führte. Wir kamen um 10 Uhr los, es regnete weiter. In Mayen wurde im Supermarkt eingekauft In Köln, an der Baustelle der Rheinbrücke touchierte ich ein Begrenzungsbake, zum Glück nur Lackschaden. Wir überlegten hin und her, wo wir heute übernachten wollten, zumal wir die Sachen zusammenpacken und das Ausladen zuhause schnell durchführen wollten. Wir wählten den Rastplatz ‚Dammer Berge‘, den wir gegen 17 Uhr erreichten. Es schneite weiterhin, als wir den Bus abstellten und  TV und Heizung anstellten.          2°32’21.3″N 8°06’57.9″E

Mi. 6.12.   Am Morgen blinkte die Heizung, die Gasflasche war leer. 11 kg hatten also für fast 8 Wochen Kochen gereicht. Ich schoss die zweite , spanische Gasflasche zum Frühstück an, stellte die Heizung an und danach begannen wir an, unsere Sachen zusammen zu räumen. Gegen 13 Uhr fuhren wir das letzte Stück unser Reise.  Vor dem Haus war alles belegt, sodass ich 2 Rundfahrten durch das Viertel machen musste, bis ein Platz frei war. Wir konnten ausladen und danach den Bus ins Winterlager fahren. dort wurde sofort Wasser abgelassen, damit bei Frost nichts einfriert.

Das war eine schöne Herbstreise auf einem angenehmen Campingplatz bei tollem Wetter in Spanien .           Gesamt   3748 km